Nächster Halt: Schiermonnikoog

Nachdem wir vier volle Tage Ameland erkunden konnten, Tide und Wind heute günstig vereint waren, sind wir heute morgen um 7.15 Uhr aufgebrochen. Nach vielen Regenschauern und einer stürmischen Nacht empfing uns eine freundliche Sonne mit mäßigem Wind. Ich hatte lange gerechnet, es sollte passen: Schiermonnikoog war auserkoren. Die letzte holländische Waddenzee-Insel auf der wir noch nicht waren. Es würde zwar durchgängig gegen den Wind zu motoren sein, ein Stück über nicht betonntes Flachgebiet, insgesamt ca 8 sm über trockenfallende Bereiche, aber nur wer wagt, gewinnt. Insgesamt wurden es 19,4 sm und um 11 Uhr konnten wir anlegen. Viel thrill unterwegs, am Schluss das Bangen, ob wir es schaffen, ca 1-2 h nach Hochwasser noch in den Hafen zu kommen, aber es war letztes Jahr ausgebaggert worden und mit minimalem Schwert und waagerecht aufgeholtem Ruder ist es gelungen.

Auch hier ist es ein eher kleiner, beschaulicher Hafen, größer als auf Ameland, aber fest in niederländischer Hand -außer uns liegt hier nur ein weiteres Boot mit deutscher Flagge.

Der Hafen selbst ist traumhaft gelegen. Ca 2 km vom Fähranleger getrennt wirft man aufgrund der Steganordnung immer einen Blick aufs Watt. Und das fällt hier weitflächig trocken. Ein tolles Schauspiel einer sich ständig ändernden Landschaft. Und schon vom Hafen zu beobachten eine grandiose Tiervielfalt, die hier lebt und Nahrung sucht.

Wir liegen außen als Dritte im Päckchen, leider ohne Stromanschluss, aber damit mit freiem Blick aus dem Cockpit aufs Watt. Die Fahrräder haben wir direkt ausgepackt, die erste Runde zum Leuchtturm ist gedreht. Wir freuen uns auf 3-4 genußreiche Tage.

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