Beautiful Urk

Die Wettervorhersage verhieß ein Wochenende ohne Sturm, dafür gutem Wind mit 3-5 Bft. Also auf zur Schleuse und ab ins Ijjselmeer. Egal wohin, Hauptsache Segeln! Der Wind wehte dann zwar aus völlig anderer Richtung als vorhergesagt, aber wir konnten segeln. Erst trieb uns der Wind, dass wir ins erste Reff gehen mussten, dann trieben wir den Rest bis Urk. Fast vier Stunden entspanntes Segeln bei bewölktem Wetter, am Ende auch mit Sonnenschein.

Früher war Urk eine Insel in der Zuiderzee, seit dem Abschlussdeich ist Urk mit dem Rand des Ijjselmeeres vereint. Mit bis heute großer Fischfangflotte, die weit in die Nordsee agiert. 

Nach dem zwangsweise frühen Abendessen, unser liebstes Fischrestaurant schließt schon um 18 Uhr, schlenderten wir noch zum Leuchtturm. Zu unserer Überraschung stand die Tür auf und ein Hinweisschild kündigte Öffnung bis 20 Uhr an. Wir hatten nicht gewusst, dass er begehbar ist. Pro Person 2 € später waren wir unterwegs. Extrem wenig tiefe gusseiserne Stufen führten uns im Innern des Backsteinleuchturms hinauf. Für uns war nur seitliches Begehen möglich. In der Mitte hing ein Seil von oben nach unten über fast alle Etagen, mit einem schweren, langen Gewicht. Oben angekommen endete das Seil in einem Kasten mit Glasseiten: Wie ein Uhrwerk war hier ein Zahnradgetriebe, das über Umlenkzahnräder nach oben offensichtlich dazu diente, die Leuchteinheit zu drehen! Heute nur noch Show, parallel war ein moderner Elektromotor montiert.

Auf der obersten Ebene kann man nach draußen und einmal fast komplett um den Leuchtturm laufen. Ein grandioses Panorama von Ijsselmeer und Dorf lag hier im strahlenden Sonnenlicht vor uns. Nur der immer mehr zunehmende Wind drängte uns schließlich wieder zurück. Ein wunderbarer Tag ging mit selbstgemachtem Pflaumenkuchen zu Ende. Ein Samstag wie drei Tage Urlaub!

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