Familientour: Zwischen Frankfurt und Würzburg

Hin und wieder gibt es ein gemeinsames Vater-Sohn-Wochenende. Jetzt war es wieder soweit. Start war Freitagmorgen kurz vor 7 Uhr in Frankfurt am Main. Die erste Etappe führte uns nach Aschaffenburg. Nach dem Frühstück dort ein Besuch im Schloss und nahe liegende Pompejanum. Eine im 18. Jahrhundert nach Vorbild aus Pompeji nachgebaute römische Villa. Das Wetter begleitete uns den ganzen Tag bewölkt, aber trocken. Danach die Grube Messel. Hier waren bei Grubenarbeiten jede Menge kostbarster und seltener besterhaltener Fossilien gefunden worden, u.a. die weltweit ältesten Urpferde. Heute Weltkulturerbe. Das Besucherzentrum war enttäuschend, besser wäre wohl eine der Führungen durch die Grubenlandschaft, die aber für uns mit 2,45 bis über 3 Stunden viel zu lang waren. Also weiter zu der Perle des Wochenendes, wie sich später herausstellte. Nach Erbach. Dort gibt es ein Schloß, das bis vor wenigen Jahren noch dem Erbauergeschlecht gehörte und erst 2006 an das Land verkauft worden war. Nur mit Führung zugänglich -völlig verständlicherweise. Es ist die in Jahrhunderten gewachsene Einrichtung fast komplett und original enthalten -eine extreme Rarität! Und wie beeindruckend. Alleine das Schloss ist eine Reise wert. Dazu gibt es ein Elfenbeinmuseum, weil Elfenbeinschnitzerei hier ein wichtiger Wirtschaftsfaktor war. Modern gestaltet, auch absolut sehenswert. Nach einer ausgiebigen Mahlzeit führte uns der Weg nach Wertheim. Auf dem Weg dahin lag die Veste Otzenburg, zu der wir einen kurzen Abstecher gemacht haben. Klein aber fein und den minimalen Umweg wert. Wertheim ist malerisch an der Einmündung der Tauber in den Main gelegen und durch eine von historischen Fachwerkhäusern durchzogene Altstadt geprägt. Hier haben wir ein nettes Hotel gefunden, mittendrin gelegen. Es war irgendein Stadtfest im Aufbau, das für Musik und Essen sorgte. Punkt 21 Uhr gab es eine historische Nachtwächterstadtführung, die wir uns nicht entgehen ließen. Heute morgen hörte der Regen dann genau auf, als wir nach dem Frühstück auszogen, die dortige Burgruine zu erkunden. Sehr empfehlenswert. 

Weiter zog es uns nach Würzburg. Geparkt bei der Festung Marienberg wanderten wir anschließend nach kurzem Rundgang ins Tal, um über die historische Fußgängerbrücke das Zentrum zu erkunden. Dom, das vermutete Grab von Walther von der Vogelweide und die Residenz waren unsere Ziele. Wenn schon da durfte der Blick auf Tiepolos weltberühmtes Deckengemälde nicht fehlen. Danach kam sogar die Sonne phasenweise heraus. Da es schon 15 Uhr war, verzichteten wir auf eine Essenspause und eilten nach Bad Mergentheim. Ziel hier: Die Burganlage des Deutschritterordens. Genau um 16 Uhr waren wir da und hatten noch eine Stunde für das Museum. Nicht viel, aber besser als gar nicht da! Dann gemütlich eingekehrt, bevor es in die Kirche der Burganlage ging. Dort gab es um 19 Uhr ein kostenloses Konzert eines Jugendorchesters mit -Marimba!!! Gespielt von einem vielfachen Preisträgerjugendlichen, u.a. Bundespreis Jugend musiziert, war dieser Teil überwältigend.

Damit neigt sich der Tag dem Ende zu. Morgen geht es weiter. Nachfolgend aber erst einmal ein paar Impressionen vom Tag.

Veste Otzenburg
Veste Otzenburg
Wertheim
Wertheim
Burg Wertheim
Burg Wertheim
Festung Marienberg
Festung Marienberg
Fußgängerbrücke zum Zentrum Würzburg
Fußgängerbrücke zum Zentrum Würzburg

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