Windlos nebulös

Es hätte Wind sein sollen, aber das hatte man ihm nicht gesagt. Nach kurzem Morgennebel am Samstagmorgen kurz überlegt und sich dann entschieden, die durchdringende Sonne auf dem Ijsselmeer zu genießen und nach Stavoren zu motoren. Mit Autopilot eine erholsame Sache. Dort war die "Insel" im Gemeindehafen binnen umgebaut worden. Und wir hatten Glück: Früh angekommen konnten wir noch einen der neu angelegten Diagonalliegeplätze ergattern. Das Beste: die ersten ca 1,5 m vor den Liegeplätzen sind gepflastert! Im Gegensatz zu früher kommt man jetzt trockenen Fußes weg und zum Schiff zurück. Praktisch. Stavoren lädt zum Spaziergang ein. Aber mit Strida konnten wir erstmals die Gegend per Fahrrad erkunden. Dann lecker Kibbelinge und ein kurzer aber rotglühender Sonnenuntergang. Ein perfekter Erholungstag.

Am nächsten Morgen Nebel. Aber Ende September kann der nicht lange dauern -dachten wir. Erstmals haben wir beim Wetterbericht per Funk eine Warnung an Freizeitschiffer gehört, bei dem Nebel ins Ijsselmeer zu fahren. Also binnen zurück. Noch kurz vor neun dichter Nebel -Sicht unter 50m. Dann die erste Brücke. Zu mit Doppelrot! Kurze Anfrage per Funk: Geöffnet wird erst bei besserer Sicht. Eine Stunde später war das nicht wirklich der Fall, aber bei zwischenzeitlich gut 8 wartenden Schiffen offensichtlich Mitleid erregt. Bei so dichtem Nebel waren wir noch nie gefahren. Aber wir mussten zurück. Und gewählt werden musste auch noch. Plotter sei Dank tasteten wir uns von Tonne zu Tonne. Erst nach 12.15 Uhr lichtete sich der Nebel, die Sonne brach durch und es kam Wind auf, so dass wir wenigstens noch das Vorsegel nutzen konnten.

So ist jedes Wochenende einmalig und bereichert uns mit neuen Erfahrungen. Ach ja, mit selten viel Speed auf der Autobahn haben wir es um 17.50 Uhr trotzdem noch ins Wahllokal geschafft.

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