Aprilwetter

Ein langes Wochenende - super. Aber die Windvorhersagen ernüchternd: Ijsselmeer bis Dienstag mit Spitzen bis 8 Bft ist zu viel. Also binnen bleiben. Samstag erstmal bis Grou(w), der Rest findet sich dann. Es war ein toller Segeltag: Bis auf die Brücken war Segeln pur angesagt mit im Schnitt 4 kn, Spitze in Drückern bis 6 kn! Teils im 2. Reff und minimaler Fock. Wenig Sonne, aber auch kein Regen. Zwei drei Ansätze dazu, es blieb aber trocken. Die Strecke fast wie ausgestorben - kaum Segler unterwegs, davon noch weniger unter Segeln. Der Hafen in Grou(w) wie leergefegt. Jetzt gab auch die Sonne ein kurzes Stelldichein. Und wir konnten unter vielen das Ende einer Ruderregatta erleben. Ein Bummel, ein kurzer Einkauf, dann Schauer. 

Heute früh ein sanftes Gleiten durch das Alde Fean hindudch nach Drachten. Erstmals für uns und wohl auch das letzte Mal für lange Zeit. Kein stadtnaher Hafen, der Hafen De Driet wenig attraktiv, aber im Umbau. Wir hatten vom Museum Dr8888 gelesen als einem der führenden Museen moderner Kunst in Nordholland. Das weckt Interesse, war aber letztlich enttäuschend. Aber der Reihe nach: Die knapp 2 h Hinfahrt durch das Naturschutzgebiet waren das Beste am Tag: Trocken, friedlich und von vielem Vogelgezwitscher gesäumt. In De Driet die Fahrräder ausgepackt: 4 km lagen vor uns. Nach 2, 2 km begann das Unglück: An einer Tankstelle sollten die Reifen nachgefüllt werden. Die ersten drei waren problemlos, der letzte Vorderreifen verlor seine Luft und ließ sich partout nicht überreden, neue aufzunehmen. Nach 20 Minuten dann der Entschluss, die letzten 1,8 km zu schieben. Dabei fing es dann an zu regnen. Das Museum mini, das alte Klostergebäude, in dem es untergebracht ist, kaum betont, der Inhalt nur für holländische Insider. 4 km im Nieselregen zurück geschoben. Der wurde stärker und hörte nicht auf. Dann etwas über 1 h nach Earnewalde motort, zum Verbleib war De Driet in Drachten nichts. Pünktlich zum Anlegen dann stark auffrischender Wind mit 5-6 Bft. Die ersten vier Anlegeversuche rückwäts mißlangen wegen des Weggedrücktwerdens katastrophal - zum Glück waren nur eine Handvoll Boote im Hafen. Seitdem jagt ein Schauer den nächsten. Aprilwetter halt. Aber besser auf dem Boot als Zuhause. Die Heizung läuft zuverlässig, heißer Tee und Kaffee wärmen von innen. Morgen geht es dann zurück Richtung Lemmer. 

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