Umweltschutz und Wirklichkeit

Mobiles Kläranlagenhäuschen im Hintergrund
Mobiles Kläranlagenhäuschen im Hintergrund

Kontrastwetter war angesagt. Samstag maximal 20° und vormittags Regen. Und das stimmte. Bis fast mittags immer wieder Schauer und dann blieb es kühl und bewölkt. Dazu guter Wind mit 4-6 Bft. Aber kein Problem. Auch kleine Touren sind erholsam, also auf ins Tjeukemeer. Nur unter unserem kleinen Vorsegel, teils sogar um 1/3 gerefft, brausten wir mit bis zu 4,6 kn über den Brekken. Auch das ist Segeln von seiner schönen Seite. 

An der Marrekriteinsel im Tjeukemeer waren noch einige Liegeplätze frei. Aber keiner vernünftig windgeschützt. Was solls. Also in eine der Jollenboxen, die zum Glück noch einen Mittelpfahl haben. Da greift uns eine Bö und schlägt uns ruckartig zur Seite. Ein lautes Knirschen und der Pfahl schält unsere Scheuerleiste von der Bordwand ab. Aber er hält -der Pfahl! Der Wind ist jetzt so stark von der Seite, dass ich es nicht schaffe, ca. 3 m weit den Festmacher über den luvseitigen Heckpfahl zu werfen. Was solls, ab ins Wasser. Aber selbst das kostet mich viel Kraft, die kurze Strecke gegen den Wind zu schwimmen, um den Festmacher um den Dalben zu legen. Aber es gelingt. Dann noch an die luvseitige Mittelklampe eine Leine zum mittleren Pfahl und schon lässt sich das Boot Stück für Stück weg von den leeseitigen Dalben ziehen. Scheuerleiste wieder angedrückt -nichts passiert. Und für ihr eigene Aufopferung durch Kratzer ist die Scheuerleiste schließlich erfunden worden. Wir liegen fest! 

Anschließend wie immer eine homogene Mischung von Entspannen, Kaffeetrinken und Basteln. Und bei unserem Inselspaziergang sehen wir zum erstenmal hier eine Plattform mit einem Hauscontainer -siehe das Foto oben. Es entpuppt sich als mobile Kläranlage, an der man sich mit einer App anmeldet und dann für 1,75€ entweder seinen Fäkaltank entleeren kann oder für 0,5€ ein WC benutzen. Ein super Service. Echter Fortschritt. 

Der hilft leider nichts, wenn im Bewusstsein der Menschen sich nichts ändert. Auch hier müssen wir mit ansehen, wie Essensreste von den Tellern einfach ins Wasser geschoben werden, wie Töpfe und Pfannen kurz über Bord gespült werden. Von Holländern. Dort, wo 5m weiter Kinder und Erwachsene baden. Einfach nur schade. 

Ich installiere endlich eine Wasserpumpe in der Backskiste, um beim Segeln über die niedrige Vorderkante des Motorschachtes eindringendes Wasser leicht abpumpen zu können. Kleine Details, die das Leben erleichtern. 

Der Sonntag bringt dann vormittags Kühle und wir segeln jetzt unter vollen Segeln zurück. Knapp über 2 Stunden schönes Segeln und Kreuzen, bevor wir wieder am Steg sind und das Wochenende bei leckerem Kaffee ausklingen lassen. 

Cobh sei Dank -gefahrlos grillen an Bord
Cobh sei Dank -gefahrlos grillen an Bord
Letztes Wochenende neu: Innenverkleidung
Letztes Wochenende neu: Innenverkleidung

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