Der letzte Tag auf Borkum

Strand Borkum Zentrum
Strand Borkum Zentrum

Es war wild, gestern und heute. Stürmisch wie vorhergesagt, 5 Bft eher selten, meistens deutlich mehr, mit durchaus 7 Bft. Und es gab unregelmäßig Regen, teils leicht, teils so heftig, dass man den Boden der Strandpromenade vor Gischt nicht mehr sehen konnte. Dazwischen seltene Momente mit Sonne und Fetzen blauen Himmels. Gestern haben wir daher den Bus genommen. Hinwärts. Und haben uns zunächst das Aquarium angesehen. Das ist nur ein größerer Raum, mit einem zweiten für Kindermalen und Erklärungstafeln dahinter. Aber dafür ist auch hier die Unterwasserwelt von Borkum und Borkumer Riff sehr anschaulich und nachvollziehbar in den Aquarienbecken nachgebaut und dargestellt. Trotz der geringen Größe auf jeden Fall einen Besuch wert, nicht nur für oder wegen der Kinder, und auch im Eintritt mit 4,5 € völlig im Rahmen. Das war eine sehr schöne Aktion, weil sie das Inseldasein bewusst werden lässt. 

Dann Strandcafé, Bummeln und am Schluss mit der Inselbahn zurück. Kostet so viel, wie der Bus, vermittelt mehr Nostalgie, hat aber Holzsitze mit extrem unbequemen Rückenlehnen, mit denen für mich normales Sitzen nicht möglich war. Schade, aber sicher eine interessante Alternative. Fährt langsam, so dass man viel sieht, und hat ihren eigenen Flair. 

Da sich die letzte Tage heraus kristallisiert hat, dass morgen das Windfenster für die Überfahrt nach Delfzijl passen wird, haben wir heute trotz Wind und Regenprognose noch einmal Fahrräder ausgeliehen. Und sind zunächst die 200 m nebenan zum alten Feuerschiff gefahren, das als Museum besichtigt werden kann. Wer denkt, dass es mit einer Innenschau getan ist, wird positiv überrascht. Denn an vielen Stellen sind Erklärungräume mit Farbtafeln und Höretappen eingerichtet. Auch hier gilt: Perfekt angelegte 3,5 € pro Person. Normalerweise mache ich das zur Unterstützung des Erhaltes, hier ist die Sache aber weit über das Feuerschiff an sich sehr anschaulich gestaltet und lohnt auf jeden Fall einen Besuch. 

Dann haben wir nochmals eine ausgedehnte Radtour über den Osten nach Borkum-Zentrum gemacht. Damit war aber der positive Teil dann vorbei. Wir konnten noch in Ruhe in einem Strandcafé einen Happen genießen (bei der Kälte und dem Wind für mich: Gulaschsuppe!), aber anschließend erwischte uns die Sintflut. Keine Chance, sich rechtzeitig unterzustellen. Wieder kletschnass bis auf die Haut. Hätte ich doch besser meine Segelrauhwetterkleidung angezogen... Aber auch da kommt man durch, der Trockner im Hafengebäude hilft und im Schiff gibt es für die 13° C Außentemperatur bei Bedarf Heizung. 

Morgen ist für 11.22 Uhr Niedrigwasser vorhergesagt, zusammen mit 0,3m über Normal, so dass wir nicht im Schlick sitzen sollten. Dann geht es raus, wenn die vorhergesagten 4 Bft stimmen und südsüdwestlich nach Delfzijl. Am Nachmittag sollten wir dann dort sein, nach Süden ist weniger Wind vorhergesagt, so dass wir dann im Stadthafen anzulegen planen. Wir werden sehen. 

Typisch Borkum: Sanddorn, der in jeglicher Getränke- und Genussvariation vermarktet wird
Typisch Borkum: Sanddorn, der in jeglicher Getränke- und Genussvariation vermarktet wird
Die historische Fischerbalje zu Beginn des Fahrwassers der Borkumer Häfen
Die historische Fischerbalje zu Beginn des Fahrwassers der Borkumer Häfen
Die Flut kommt...
Die Flut kommt...
Die historische Schiffsglocke des Feuerschiffs Borkumriff
Die historische Schiffsglocke des Feuerschiffs Borkumriff

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