Zum ersten Mal: Delfzijl

Außergewöhnliche Architektur auch in Delfzijl
Außergewöhnliche Architektur auch in Delfzijl

Der Wetterbericht hatte sich morgens nicht zum Schlechteren verändert. Also hieß es Abschied von Borkum nehmen. Niedrigwasser stand um 11.22 Uhr an. Aber mit 0,3 m über normal, also würden wir wohl nicht im Schlick fest liegen. Wir hatten die angegebenen Werte die letzten Tage immer verglichen. Und es passte. Es war um 11 Uhr trocken, Wind mit ca. 3 Bft (morgens um 8 Uhr noch ca. 5 Bft), und so viel Wasser unter dem Boot, dass das Schwert ein kleines bisschen herunter gelassen werden konnte - ohne das ist das Boot nicht lenkfähig. Für die 85 cm des Ruders langte es nicht aber etwas vom Steg Richtung Mitte Hafenbecken getrieben und schon passte das auch. Angesichts des angesagten Regens waren wir entsprechend eingepackt, aber es kam völlig anders. Diesmal nur besser! Problemlos kamen wir aus dem Hafen, an der Fischerbalje vorbei, dann gen Süden. Der Wind war 3-4 Bft, abnehmend, also Motor aus und Segeln. Das war ca. 2 Stunden möglich, danach schlief der Wind so ein, dass wir beimotoren mussten. Dazu dann 2-2,5 kn Strömung ergab für den zweiten Teil über 6 kn Fahrt. Bis auf wenige Ausnahmen begleitete uns strahlender Sonnenschein und blauer Himmel. Die schwarzen Sektionen gingen vor oder hinter uns danieder. Das war absolut perfekt. Bis auf die Fähren war kaum Berufsverkehr unterwegs, so dass wir auch problemlos das Fahrwasser queren konnten. Wären jetzt noch ein paar Seehunde zu sehen gewesen, dass Glück wäre perfekt. Aber auch so schoben wir uns unaufhaltsam Delfzijl entgegen und waren gegen 15.50 vor der Seeschleuse. Und genau jetzt kam ein Wolkenbruch über uns nieder, der heftig war. Aber was soll's. Besser einmal, als laufend unterwegs. Und wir hatten Glück: Es fuhr gerade ein Frachter aus der Berufsschifffahrtsschleuse und auf unsere Funkanfrage hin durften wir dort direkt einfahren. Null Wartezeit. Kein anderes Boot dort. Bequemes Festmachen (im Regen). Nur geringer Schleusenunterschied und keine 10 Minuten später waren wir durch. Und prompt hörte die Sintflut auf und die Sonne begleitete uns weiter. Die einzige Brücke zum Yachthafen, zu dem wir im Zentrum wollten, hatte allerdings gerade Abendpause und so mussten wir gute 2 Stunden warten. Aber was soll's. Zieht man das Abendessen vor und gewinnt so die Zeit später für einen ausgiebigen Abendspaziergang. Der zeigte uns, dass es nicht so viel zu sehen gibt, wie erhofft, und wir uns morgen schon nach Groningen weiter machen werden. Die nächste Unbekannte in Friesland entdecken. Wir freuen uns. 

Abschied von der Fischerbalje
Abschied von der Fischerbalje
Temporäre Begleitung
Temporäre Begleitung
Passierende Grossschifffahrt
Passierende Grossschifffahrt
Kirche in Delfzijl
Kirche in Delfzijl

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