Technik und Umwelt

Man kann Segeln aus verschiedenem Antrieb betreiben. Bei uns hat sich die Entwicklung immer mehr in Richtung genußreichem Fahrtensegeln entwickelt. Mit möglichst viel Ruhe und möglichst geringer Umweltbeeinträchtigung Bekanntes genießen und Neues entdecken.

Dazu müssen aber ganz andere Rahmenbedingungen geschaffen werden, als bei Tagesausflügen oder nur Wochenendübernachtungen in fremden Häfen. Gerade Friesland bietet mit unzähligen Ankerplätzen und Liegeplätzen einer Organisation, die sich nur um schöne Liegeplätze für Touristen kümmert (Marrekrite), eine grandiose Vielfalt, um mitten in der Natur zu entspannen.

Selbst an den Liegeplätzen gibt es aber maximal einen Müllcontainer, regelmäßig nicht einmal Strom. Also muss für ein autarkes Wochenende entweder entsprechend große Batteriekapazität geschaffen werden oder Technik, zum Stromliefern auch am Liegeplatz: Windkraft oder Sonne. Dazu die passende Batterie. Und natürlich die technische Verteilung im System. Das alles ist ein Aufwand, der sich bei 27" nicht wesentlich von 30 oder 33" unterscheidet.

Zu Umwelt gehört auch eine umweltgerechte Abwasserentsorgung. Diese (Fäkaltank) ist bei "Innen" enthalten.

Windkraft: Rutland W913 -siehe Unterseite

Sonnenenergie -Photovoltaik -siehe Unterseite

Wind- und Sonnenenergie wollen nicht nur eingefangen werden, sondern müssen über einen Laderegler an die Batterie weitergeleitet oder von diesem bei voller Batterie abgefangen werden. Damit man sieht, was man verbraucht, sind Batteriemonitore sinnvoll. Das alles ist zusammen mit der Standardinstallation, die die Viko serienmäßig nicht hat (was bei dem Preis völlig in Ordnung ist), ein Aufwand, der nicht nur kostet, wohl überlegt sein will, was man benötigt, sondern auch, wo man ihn unterbringt. Hat man keinen Innenborder (ich kenne keine Viko 27DS mit), dann drängt sich der Raum unter dem Niedergang dazu geradezu auf. Hier ein kurzer Stand von Ende Saison 2017.

Auf dem ersten Bild, links, sehr gut zu sehen: Unten rechts die Batterie. Hier kommt eine 100 Ah LiFePo4 mit integriertem Batteriemanagement zum Einsatz, nachdem meine 100 Ah AGM vom Neukauf in der 8. Saison abgedankt hat. LiFePo4 kann gefahrlos bis 80% oder auch 90% entladen werden, ohne zerstört zu werden. Bei 80% angeblich ohne Beeinträchtigung der Ladezyklen, bei 90% werden es ein paar Ladezyklen weniger. Damit hat man die doppelte Kapazität zur gleich großen AGM, die nur zu maximal 50% entladen werden darf, ohne den Frühtod zu erleiden.

Von der Batterie geht es zu dem schwarzen kleine Kasten rechts -das ist die Hauptsicherung. Der zweite schwarze Kasten links daneben ist die Hauptsicherung für den Inverter (dazu unten). Von der Hauptsicherung geht es dann zum Batterieschalter, der von der Achterkabine aus zugänglich ist. Von dort dann ins System über Plusverteiler und Die Masseanschlusschine Mitte oben im Bild. Neben dieser der Landanschluss mit Sicherung. In der Mitte das aktuelle Ladegerät, ein WAECO MCA 1215. Rechts an der Seite unten von diesem der Shunt für den Batteriemonitor. Dieser ist oben rechts am Niedergang montiert, daher immer leicht sichtbar (hier nicht auf dem Bild).

In der Mitte rechts ist übrigens in diesem dreickigen Gehäuse ein kleine batteriebetriebene LED: Draufdrücken und schon wird hell in dem Bereich. Gegenüber habe ich noch zwei montiert -sehr praktisch zum Arbeiten.

Auf dem zweiten Bild, dem rechten, ist ganz links der Inverter zu sehen, der große blaue Kasten. Ich habe mich für den Victron Phoenix Inverter 12/800 entschieden, der ein hervorragendes Preis-Leistungsverhältnis bietet. Ich bevorzuge Victron Energie Produkte, weil ich hier den Eindruck einer sehr guten Verarbeitung habe und auch das Preis-Leistungs-Verhältnis immer sehr gut ist. Inverter auf einer kleinen Yacht? Ja, um den Akkustaubsauger unterwegs zu laden. Oder auch mal sonstige Kleingeräte, die keinen USB-Anschluss sondern normales Ladegerät haben. Der Victron hat einen Ein-/Ausschalter, verbraucht also in der Regel keinen Strom. Er hat zwar eine integrierte Schuko-Steckdose, diese werde ich aber mit einer vom Salon aus erreichbaren Steckdose versehen, um nicht immer die Klappe öffnen zu müssen, wenn man an ein Gerät zum Ein-/Ausstecken will.

Daneben ist der Laderegler für Solar zu sehen -ein Victron Energie BlueSolar MPPT 100/15.

Wiederum daneben rechts der originale Laderegeler für den Windgenerator.

Die Solarladeleistung soll überwacht werden mit der speziellen Anzeige von Victron Energie, die optisch identisch mit dem Batteriemonitor ist und sich MPPT Control nennt.