Unsere Navigations"ecke"

Die Viko 27 DS zählt noch als Kleinkreuzer. Hier ist Ergonomie wichtig, der Platz soll optimal ausgenutzt werden. Das Boot ist für den bequemen Aufenthalt von 4-5 Personen gedacht und daher auf bequemes Schlafen und Sitzen ausgelegt. Da hat bei der Länge eine Navigationsecke keine Platz.

Dennoch fällt sofort ins Auge, dass an Steuerbord kein Platz ist, weil dort die Kochecke untergebracht wurde. Backbord neben dem Niedergang ist der Durchgang zur Achterkabine. Bei uns ist hier die optionale Tür. Daher gibt es ein deckenhohes Schott zur Sitzbank hin. Und genau da ist der optimale Platz für die "Navigationsecke". 90° zur Sitzbank versetzt im leichten Zugriff, besser, als an der Außenseite, wo man in den Übergangsjahreszeiten Kondensatprobleme bekommen kann und sich immer komplett umdrehen müsste. Auch ohne Trennschott in der Normalausführung ohne Tür zur Achterkabine kann man sich hier einen entsprechenden Holzkasten harmonisch integrieren.

Dann kann man auf dem Salontisch die Karten bearbeiten und hat mit kurzem Blick nach rechts alles im Griff. Das sieht dann bei uns aus wie nachfolgende Bilder zeigen.

In die Naviecke gehören vor allem 2 Dinge:

Funkgerät und das Schalt- und Sicherungspanel für Navigationseinrichtungen, also die Lichterführung und Navigationsinstrumente. Beides gut auf dem Foto zu erkennen.

Ich habe mich nach langem Abwägen für ein Funkgerät von Standard Horizon entschieden, ohne AIS, da mir klar war, das nur aktives AIS Sinn macht. Wichtig war mir aber ein Funkgerät, an das ein externes Bedienteil über Kabel angebunden werden kann. Das ist heute selten, weil meistens akkubetriebene Handteile gekoppelt werden. Ich will aber so wenig Akkugeräte an Bord, wie möglich. Denn Akku bei Kleingeräten ist immer dann leer, wenn man ihn braucht, jedenfalls bei Geräten, die man selten nutzt, wie es bei uns bei der Funke der Fall ist. Daher ist ein festes Kabel bis in die Plicht verlegt, dort ein Anschluss, an den bei Fahrt das Handgerät angeschlossen ist, so dass es von der Pinne aus bedient werden kann. Auf dem nachfolgenden Foto erkennbar der weiße Halter für das Handgerät, der schwarze Anschluss geht in der Hintergrundplatte unter.

Die Naviecke ist auch Heimat für die Handyhalterung und hat daher auch eine leistungsfähige USB-Steckdose. USB-Steckdosen sind vielfach verteilt: Eine weitere Doppelsteckdose in der Achterkabine und neben der Kombüse ist auch eine Doppelsteckdose im Sicherungspanel des dortigen Schalter-/Sicherungspanels.

Das Navtex ist ein "Übungs"Produkt. Ich kaufe gerne einmal günstig gebrauchte Dinge zum Austesten. Auch das Navtex habe ich gebraucht günstig bekommen und sehe es als Leseübung für spätere längere Reisen, selbst wenn dann mit einem anderen Schiff.