Solarenergie -Photovoltaik

2018 realisiert: Solarenergie. In Zusammenarbeit mit Windkraft die perfekte Kombi für ein Segelboot, um lange autark bleiben zu können.

Das Problem gerade bei einem Kleinkreuzer ist immer: Wo und wie montieren. Am besten wäre ein Geräteträger -aber dann kommt die boundless mit dem Schnabel nach oben und nicht mehr vom Fleck. Gewichtsparen ist Trumpf, nicht nur beim Kleinkreuzer. Also lange hin und her überlegt und dann realisiert:

Die Relingstützen der Viko 27DS sind 25 mm im Durchmesser und -selten!- halten den Durchmesser bis ganz oben. Sie sind also oben nicht spitz. Hier lassen sich fast ganz oben Halter aus dem Verdeckzubehör anschrauben, die sich um die Stützen klappen und dann zusammen schrauben lassen. In diesen können Endstücke für Edelstahlstangen geschraubt werden. Das an zwei Stützen, passende 25 mm Edelstahlstange dazwischen und schon hat man ein festes Geländer. Dafür gibt es aus Schweden (und ich habe nur genau diese eine Halterung gefunden) zwei Aluprofile mit verstellbarem Drehstück, das man über einem 25 mm Rohr befestigen kann. An die Aluprofile lässt sich die Seite einer Solarzelle festschrauben.

Schwer verständlich? Kann ich verstehen. Daher hier ein Bild.

Deutlich zu sehen die beiden schwarzen Drehgriffe. Ein kurzer Dreh um ca. eine halbe Umdrehung und schon lässt sich der Neigungswinkel um das Rohr herum verstellen. Hier auf Hafeneinstellung, damit man keine Dalben o.ä. mit nimmt, normal auf 45° hochgedreht, um die Sonneneinstrahlung perfekt zu erwischen.

Ich wollte aus Gewichtsgründen ein flexibles Paneel, das wiegt knapp 1,5 kg. Das ist aber keine gute Lösung, da es sich beim Drehen verdreht. Ich werde hier auf Dauer ein festes Paneel anschaffen.

Wie man beim Vergrößern sehen kann lassen sich die Griffteile in der Aluschiene beliebig befestigen. Weiter oben, mittig, unten -wie man will.

Damit der Strom ins Boot kommt habe ich lange nach Lösungen gesucht und dann eine empfohlen bekommen: Solarstrom erfordert Kabel mit hohem Durchmesser, hier 6 mm². Dafür gibt es selten Stecker. Mir wurde einer von MinnKota (Elektromotor) empfohlen. Der geht gut, ist aber mäßiger Qualität. Jetzt kann ich das Panel jederzeit von der an der Bootseite montierten Steckdose einfach abziehen, wenn ich es demontieren will. Und das Loch ist deutlich kleiner, als bei einer anderen Durchführungslösung.

Das Kabel führt innen in den "Motorraum", wo ich ein Victron Energie MPPT 100/15, überwacht durch einen MPPT Monitor ebenfalls von Victron Energy, als Regler montiert habe. Der Regler verträgt auch maximal 6 mm² Kabel. Das passt.

Probiert habe ich zunächst ein 60W Paneel. Das reicht generell aus und erzeugt bei direkter voller Sonneneinstrahlung im Maximum 3.4 A. Das gleicht schon während der Fahrt auch ohne Wind die Instrumente und Funk vollständig aus. Kommt der Autopilot dazu, nicht mehr ganz. Die Lösung reicht aber in Verbindung mit der Lithium-Batterie völlig aus, um jetzt seit über 4 Wochen völlig autark zu sein. Landstrom ade!

Dauerhaft überlege ich noch ein zweites Paneel gegenüberliegend, so ist man immer auf der Sonnenseite egal wo sie sich gerade aufhält.