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Fortgesetzter Starkwind -Zeit zum Basteln

Auch die letzten beiden Wochenenden war Starkwind mit +/- 5 Bft. Nichts, um alleine aus der Box, in fremde Häfen und wieder retour. Also heißt es die Zeit sinnvoll nutzen. Für den Bootsschutz an den Einfahrtsdalben z.B. Wie man links sehen kann, habe ich Eckfender aufgeschraubt, die in Zukunft Schlimmstes verhindern helfen werden. Dank des Schlauchbootes eines Nachbarn schnell montiert.

Und ich habe dieses Wochenende mit dem größten, wichtigsten und zerstörerischstem Projekt angefangen: Dem Einbau der Heizung. Eine Luftheizung von Eberspächter. Bei der Größe braucht man aber leider Luftschläuche mit 90 mm Durchmesser plus 9mm Dämmstoff. Die Größe der Löcher, die ich ins Boot sägen muss, wird jedem bewusst sein. Kauft man das Boot neu mit Heizung -kein Thema. Nachträchglich immer ein Problem, weil alle Einbauten und Technik fertig eingebaut sind. Da ist die Verlegung der Rohre erheblich schwieriger. Und man muss Löcher bohren, wo man nicht immer weiß, was dahinter ist. Leider war an einer Stelle eine Kühlschrankleitung. Der ist jetzt hin. Hier muss ich im Winterlager vom Profi neue Rohre zum Kompressor legen lassen. Shit happens. Alleine das Stück durch den Kücheblock hat mich acht Stunden Zeit gekostet. Aber jetzt habe ich eine top isolierte Leitung mit drei Auslässen schon von der Bugkabine bis zur Heckkabine verlegt. Eigentlich dachte ich, damit den schwersten Teil hinter mir zu haben. Aber durch die Heckkabine nach hinten in die Backskiste und von dort aus die Schiffsbreite auf die andere Seite und zurück in die innere Backskiste wird auch eine Herausforderung, weil man nicht wirklich Platz zum sauberen Sägen von Löchen und viele Kabel und Leitungen im Weg hat. Und die Abdeckung in der Achterkabine unter der Matraze ist geschraubt, lässt sich aber nicht öffnen. Sie ist wohl zusätzlich geklebt. Hier heißt es dann auch zwei große Revisionsöffnungen machen, um die Leitung in dem dortigen Hohlraum, der mehr als üppig ist, legen zu können. Ließe sich der Deckel lösen, 5 Minuten Arbeit. So muss ich zwei verschließbare Revisionsklappen so groß aussägen, dass ich mit zwei Händen dort arbeiten kann. 

Aber das muss sein. Heizung ist ein wesentlicher Bestandteil, um das Boot jahreszeitunabhängig nutzen zu können. Auch jetzt sind die Nächte so kalt, dass es ohne Heizung nicht geht. Noch hilft ein kleiner Heizlüfter vor dem Bett. Nervig laut, Leistung reicht gerade für die Bugkabine, aber besser als nichts. 

Wenn man den Aufwand sieht, weiß man, warum Jeanneau bei Neubestellung fast 5.000 € für die Heizung nimmt. Bei schlechterer Isolierung, als ich einbaue. Und einfacherer Arbeitssituation. Aber es bleibt ein nicht unerheblicher Zeitaufwand. Der lohnt sich aber. Denn einmal montiert, sollte es für jahrelangen Komfort sorgen, ohne weitere Wartung o.ä.

Die Erholung kommt trotz der Arbeit nicht zu kurz. Das ganze Wochenende trocken und Sonnenschein war trotz der Arbeit einfach nur toll. 

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